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Spotify besser nutzen: So gehts mit 5 einfachen Tricks
Spotify ist nach wie vor der mit Abstand größte Musik-Streaming-Dienst mit knapp 700 Millionen Nutzern weltweit. Die meisten davon dürften aber nicht alle Tricks kennen, mit denen man das Erlebnis auf Spotify noch angenehmer gestalten kann.
Wir stellen die wichtigsten Tipps davon vor und erklären, wie man sie richtig nutzt.
Tipp 1: Sleeptimer in Spotify einschalten
Wer gerne Podcasts oder auch entspannende Musik zum Einschlafen hört, möchte vermutlich verhindern, dass Spotify einfach weiterläuft, während man selbst schon längst im Traumland gelandet ist. Das lässt sich ganz einfach einrichten.
Dazu muss man nur während eines laufenden Songs oder einer Folge auf das kleine Uhr-Symbol unten rechts tippen. Es erscheint ein Menü, in dem man den Sleeptimer einstellen kann, dass er nach einer bestimmten Zeit (zum Beispiel einer Stunde) oder nach Ende der aktuellen Folge einsetzt.
Tipp 2: Übergänge zwischen Songs aktivieren
Bei manchen Liedern kann es passieren, dass beim Übergang zum nächsten Song eine merkwürdige Stille einsetzt. Je nachdem, ob die Songs zu einem Album oder einer wild zusammengestellten Playlist gehören.
Um das zu verhindern, kann man in Spotify auch die nahtlose Wiedergabe ohne Pausen, oder alternativ auch sanftere Übergänge zwischen Songs einstellen. Beide Optionen findet man unter Einstellungen und Datenschutz unter Songübergänge.
Man kann hier sogar individuell einstellen, wie lange diese Übergänge ausfallen. Möglich sind bis zu 12 Sekunden, in denen sich das erste Lied mit dem darauffolgenden überlappt. Das kann manchmal für einen sanfteren Wechsel sorgen, bei unterschiedlichen Genres kann es aber auch daneben gehen. Also einfach mal ausprobieren, was funktioniert und was nicht.
Tipp 3: Bessere Audio-Qualität freischalten
Seit September 2025 bietet Spotify das sogenannte “verlustfreie Audio”, das Songs originalgetreu wiedergeben und somit ein deutlich besseres Klangerlebnis ermöglichen soll. Erstaunlicherweise ist diese Funktion nicht Teil eines noch teureren “Super Premium Abos” geworden, sondern für alle Premium-Abonnenten verfügbar.
Um die Funktion zu aktivieren, gehen Sie zu Einstellungen und Datenschutz. Dort wählen Sie Medienqualität und dann Verlustfrei (ganz unten) aus. Durch die Aktivierung kann es zu einem höheren Verbrauch mobiler Daten kommen, eigentlich ist sie aber auch eher dafür gedacht, sie zu Hause mit einem guten Soundsystem zu nutzen.
Tipp 4: Selten gehörte Songs bevorzugen
Wer öfter mal das Gefühl hat, in der Zufallswiedergabe von Spotify immer wieder die gleichen Songs zu hören, der liegt nicht ganz falsch. Grundlegend hat zwar jedes Lied die gleiche Chance, im Shuffle ausgewählt zu werden, doch die Statistiken vieler Nutzer zeigen, dass teilweise doch bestimmte Lieder bevorzugt werden.
Um das zu verhindern, kann man in den Einstellungen von Spotify unter Wiedergabe den Modus Smart Shuffle sowie den Zusatz Weniger Wiederholungen aktivieren. Dieser sorgt dafür, dass Songs zwar immer noch zufällig ausgewählt werden, aber eben nicht die immer gleichen Lieder kommen.
Tipp 5: Endlich passende Song-Vorschläge von Spotify bekommen
Der letzte Tipp erfordert ein paar mehr Schritte, soll aber letztlich dafür sorgen, dass Spotify bessere Tipps für unbekannte Songs oder Künstler geben kann. Denn wer hatte noch nicht das Gefühl, dass die Vorschläge von Spotify ziemlich ungenau sind, wenn man nicht gerade auf Mainstream-Pop oder aktuelle Charts steht?
Der erste Schritt ist hier, zunächst mal zu sehen, was Spotify einem vorschlägt. Gehen Sie dafür in den Abschnitt Suchenund dann auf Musik für dich. Dort gibt es täglich neue Vorschläge für neue Releases oder eben Lieder, die Spotify für passend hält.
Ist ein gutes Lied dabei, sollten Sie es Ihrer Playlist hinzufügen. Wenn nicht, gehen Sie auf die drei Punkte und dann auf Titel aus Geschmacksprofilausschließen. Ebenso können Sie bei Dein Mix der Wochevorgehen. Das sollte Spotify einen besseren Eindruck von Ihren Vorlieben geben.
Im nächsten Schritt sollten Sie anfangen, eigene Playlists zu erstellen, sowie öffentlichen Playlists anderer Nutzer zu folgen. Das füttert Spotify mit noch mehr Informationen darüber, was Ihnen gefällt.
Ebenso kann es helfen, ungewollte Songs gleich zu entfernen, anstatt sie jedes Mal zu skippen, wenn sie in einer Wiedergabe auftauchen. Sonst schlägt Spotify diese Lieder immer wieder vor.
Sollte das alles nichts helfen, können Sie immer noch auf externe Tools zugreifen, um bessere Empfehlungen zu erhalten. Dazu gehören zum Beispiel kostenlose Dienste wie Playlost.fm oder Chosic.
Bonustipp: Geld sparen beim Spotify-Abo
Um beim Spotify-Premium-Abo bares Geld zu sparen, können Sie seit Oktober 2025 die Option deaktivieren, Hörbücher zu nutzen. Sie wechseln dazu einfach auf Spotify Basic, wie wir hier genauer erklären.
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Google räumt auf: Android 17 bringt neue Bedienung
Android 17 bringt größere Änderungen bei der Bedienung von Smartphones, Tablets und Foldables. Google plant, die bislang kombinierte Ansicht von Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen zu trennen und ein lange vermisstes Feature zurückzubringen: separate Buttons für WLAN und mobile Daten.
Dual Shade: Zweigeteilte Oberfläche auf großen Displays
Ein Wisch von der linken oberen Ecke des Displays zeigt unter Android 17 künftig die Benachrichtigungen, ein Wisch von rechts öffnet die Schnelleinstellungen für WLAN, Bluetooth und weitere Funktionen. Dieses Bedienkonzept ist bereits von anderen Herstellern bekannt, jetzt könnte Google nachziehen.
Laut den durchgesickerten Informationen via Mystic Leaks bleibt diese Zweiteilung auf klassischen Smartphones optional: Nutzer können zwischen der bisherigen kombinierten Ansicht und der neuen, getrennten Darstellung wählen.
Auf Innendisplays von Foldables und auf Tablets ist die neue “Dual Shade”-Oberfläche dagegen verpflichtend. Ziel der Änderung ist eine bessere Übersichtlichkeit und eine effizientere Nutzung des verfügbaren Platzes auf großen Bildschirmen.
Mystic Leaks
Android 17 bringt zudem Änderungen in der Darstellung der Quick Settings: Unter der Helligkeitssteuerung soll ein Lautstärkeregler erscheinen. Uhrzeit, Datum und Statussymbole werden klar an den Rändern positioniert, um die Bedienung übersichtlicher zu gestalten.
WLAN und mobile Daten wieder getrennt
Seit Android 12 wurden WLAN und mobile Daten in einem einzigen Quick-Settings-Button zusammengefasst. Das sorgte bei vielen Nutzern für Kritik. Android 17 reagiert darauf: Über einen optionalen Schalter lassen sich die beiden Funktionen wieder getrennt steuern. So kann die mobile Datenverbindung mit nur einem Tipp aktiviert oder deaktiviert werden, ohne ein zusätzliches Untermenü zu öffnen.
Was Nutzer jetzt wissen sollten
Besitzer von Tablets oder Foldables müssen sich auf die neue Bedienlogik einstellen. Auf Smartphones können Nutzer selbst entscheiden, ob sie die getrennte Ansicht aktivieren. Die Rückkehr der getrennten WLAN-Buttons erleichtert insbesondere den Alltag, wenn häufig zwischen WLAN und mobilen Daten gewechselt wird.
Android 17 zeigt, dass Google einerseits neue Bedienkonzepte einführt, andererseits auf Nutzerfeedback reagiert. Die Neuerungen sollen mehr Übersicht, Flexibilität und Komfort bringen – besonders auf Geräten mit großen Displays.
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Smarte Bose-Lautsprecher werden im Mai dumm – was Besitzer jetzt wissen müssen
Für viele Besitzer von Bose-SoundTouch-Lautsprechern steht eine spürbare Veränderung an: Der Hersteller beendet den Cloud-Support für die SoundTouch-Plattform. Zwar bleiben die Geräte weiterhin nutzbar, zentrale Komfortfunktionen fallen jedoch weg. Der ursprünglich für Februar 2026 geplante Termin wurde inzwischen verschoben – endgültig endet der Cloud-Dienst nun am 6. Mai 2026.
Bose hatte das Supportende bereits im Oktober 2025 angekündigt und den Zeitplan nach Rückmeldungen von Nutzern angepasst. Ziel sei es laut Hersteller, Kunden mehr Zeit für den Übergang zu geben.
Automatisches App-Update zum Stichtag
Zum Ende der Cloud-Unterstützung wird die SoundTouch-App automatisch auf eine Version aktualisiert, die ausschließlich lokal funktioniert. Nutzer müssen dafür nichts unternehmen. Beim Öffnen der App installiert sich das Update selbstständig, sofern sich Smartphone und Lautsprecher im selben WLAN befinden.
Die App dient danach vor allem als Steuer- und Einrichtungswerkzeug. Cloud-basierte Dienste werden nicht mehr unterstützt.
Diese Funktionen bleiben erhalten
Bose betont, dass die SoundTouch-Hardware auch nach Mai 2026 weiter genutzt werden kann. Alle Funktionen, die ohne Cloud auskommen, bleiben verfügbar. Dazu zählen:
- Musikstreaming über Bluetooth
- AirPlay (modellabhängig)
- Spotify Connect
- AUX-Eingang
- HDMI- oder optische Verbindungen bei Soundbars und Heimkino-Systemen
- Einrichten, Konfigurieren und Gruppieren mehrerer Lautsprecher
- Grundfunktionen wie Lautstärke, Play, Pause oder Titelwechsel
In der Praxis bedeutet das: Musik wird künftig direkt in der jeweiligen Streaming-App gestartet und anschließend an das SoundTouch-System übertragen.
Diese Funktionen fallen weg
Mit dem Abschalten der Cloud entfallen allerdings mehrere zentrale SoundTouch-Funktionen:
- Presets und Favoritentasten am Gerät und in der App
- Suche und Wiedergabe von Musikdiensten direkt in der SoundTouch-App
- System-, Software- und Sicherheitsupdates
Bose weist ausdrücklich darauf hin, dass nach dem 6. Mai 2026 keine Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt werden. Nutzer sollten die Geräte daher nur noch in einem sicheren, privaten Netzwerk betreiben.
Was Nutzer jetzt tun sollten
Damit die Umstellung möglichst reibungslos verläuft, empfiehlt Bose mehrere Schritte vor dem Stichtag:
- Die SoundTouch-App öffnen und alle Geräte auf den neuesten Firmware-Stand bringen
- Gespeicherte Presets notieren, etwa Radiosender oder Playlists
- Diese Presets in den jeweiligen Musik-Apps als Favoriten anlegen
- Alternative Streaming-Wege vorbereiten, etwa Spotify Connect, AirPlay oder Bluetooth
- Das heimische Netzwerk absichern, da keine Sicherheitsupdates mehr folgen
Nach dem Cloud-Ende sind Presets dauerhaft nicht mehr verfügbar. Bose rät daher ausdrücklich, diese vorher zu sichern.
Open-Source-Dokumentation für Entwickler
Ungewöhnlich für einen Hersteller: Bose stellt die technischen Spezifikationen der SoundTouch-Plattform öffentlich zur Verfügung. Über die SoundTouch-API-Dokumentation können unabhängige Entwickler eigene Tools und Lösungen entwickeln.
Ob und in welchem Umfang die Community dadurch Funktionen ersetzen oder erweitern kann, ist offen. Für technisch versierte Nutzer könnte dies jedoch eine Möglichkeit sein, die Geräte langfristig flexibler zu nutzen.
Fazit für den Alltag
SoundTouch-Lautsprecher werden ab Mai 2026 nicht unbrauchbar, verlieren aber einen großen Teil ihres ursprünglichen Komforts. Die Idee eines zentralen Multiroom-Systems mit Presets und integrierten Streamingdiensten entfällt. Übrig bleibt ein solides Abspielsystem für lokale und App-basierte Streams.
Wer SoundTouch vor allem über Bluetooth, AirPlay oder Spotify Connect nutzt, dürfte im Alltag weniger Einschränkungen spüren. Nutzer, die stark auf Presets und die SoundTouch-App gesetzt haben, müssen sich dagegen umstellen.
Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zu SoundTouch und zum Cloud-Ende finden Sie in den Bose SoundTouch-FAQs.
Immer mehr smarte Geräte verdummen
Bose ist nicht das erste Unternehmen, das smarte Funktionen nachträglich streicht. So machte Bosch das im Jahr 2020 vorgestellte, hochpreisige Überwachungs- und Alarmgerät Spexoram 1. Juli 2025 zu Elektroschrott. Denn Bosch schaltete den dafür erforderlichen Cloud-Dienst ab. Im Test der PC-WELT überzeugte Spexor durchaus. Im Unterschied zum Bosch Spexor lassen sich die Bose-SoundTouch-Lautsprecher aber weiter nutzen.
Die Deutsche Telekom wiederum schaltete im Juni 2023 viele smarte Funktionen ihres Smart Speaker ab. Immerhin ließ sich dieser danach noch als Bluetooth-Lautsprecher nutzen. Osram wiederum nahm 2021 die Lightify-Server für das smartes Lichtsystem Lightify/Smart+ von Ledvance vom Netz. Und Gigaset schaltete seine Cloud-Dienste im Jahr 2024 ab. Beim Symfonisk-Speaker von Ikea, der in Zusammenarbeit mit Sonos entstanden ist, bleibt abzuwarten, wie lange es dafür noch Support geben wird. Denn Ikea und Sonos haben ihre Zusammenarbeit beendet.
Mehr zu diesem grundsätzlichen Problem von smarten Geräten, die auf Cloud-Dienste zwingend angewiesen sind, lesen Sie in unserem Ratgeber Abgeschaltete Cloud-Dienste: Muss ich meine Smart-Home-Geräte wegwerfen? Die Alternativen!
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Hunderttausende Deutsche bekommen jetzt ein langes Schreiben vom Staat und müssen es beantworten
Es ist wieder so weit: 810.000 Deutsche (Familien, Singles, Senioren oder Wohngemeinschaften) bekommen ab jetzt nach und nach Post vom Staat, rund ein Prozent der Bevölkerung in der Bundesrepublik. Diese Post kostet die Empfänger viel Zeit. Denn in der Post befinden sich die Unterlagen zum sogenannten Mikrozensus 2026, die Sie ausfüllen müssen.
Die Betroffenen wählt das Landesamt für Statistik nach dem Zufallsprinzip stellvertretend für die gesamte Bevölkerung aus. Damit wollen die Behörden herausfinden, wie die Menschen leben. Allein in Bayern werden jährlich rund 65 000 private Haushalte derart befragt.
So läuft lautdem WDR die Ermittlung der Teilnehmer am Mikrozensus und Nordrhein-Westfalen ab: “Laut IT.NRW bekommt etwa ein Prozent der Haushalte in NRW – das sind rund 80.000 – die Fragebögen zugestellt. Sie wurden nach einem Zufallsverfahren ausgewählt. Die Befragung findet nicht flächendeckend statt, sondern nur in rund 14.000 sogenannten ‘Auswahlbezirken'”‘: Das sind Ortsteile, die ebenfalls nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt wurden. Pro Auswahlbezirk werden im Durchschnitt neun Haushalte befragt“.
Um überhaupt die Namen der potentiellen Teilnehmer zu kennen, laufen im Vorfeld sogenannte “Begehende” durch diese Auswahlbezirke und notieren sich die Namen auf den Klingelschildern und Briefkästen. Diese werden dann an IT.NRW übermittelt. Aus dieser Namenssammlung lost man dann die Teilnehmer aus.
Die Ausgewählten können die Fragen auf dem Papier, online, im Rahmen eines Telefoninterviews oder in einem persönlichen Interview beantworten. Von Januar bis Dezember 2026 werden die Fragebögen verschickt und finden die Befragungen statt. LautFrankfurter Rundschau handelt es sich um bis zu 200 Fragen auf 130 Seiten, die beantwortet werden müssen.
Die Fragen erfassen Alter, Einkommen, Arbeitsverhältnisse und Schulabschlüsse und decken die Bereiche Haushalt und Familie, wirtschaftliche Lage und soziale Teilhabe, Bildung und Beruf, Arbeitsweg, Kinderbetreuung, Wohnen und Gesundheit ab. Wie hoch ist der Frauenanteil unter den Berufstätigen, was verdienen Frauen im Vergleich zu Männern? Warum arbeiten Menschen in Teilzeit? Wie hoch ist der Ausländeranteil? Welche Sprachen werden zu Hause überwiegend gesprochen? Wo leben die meisten Menschen mit Abitur und wo die meisten Kinder? Aber auch Kinderbetreuung, Gesundheitszustand, Renteneinkommen, Langzeitarbeitslosigkeit, Wohnverhältnisse und Internetzugang werden abgefragt.
Die erfassten Daten werden vertraulich behandelt, Rückschlüsse auf einzelne Personen sollen nicht möglich sein. Wen es erwischt, der/die kann bis zu drei weitere Male befragt werden. Um Entwicklungen in einzelnen Haushalten verfolgen zu können.
Den Mikrozensus gibt es seit 1957. Die Ergebnisse aus dem Mikrozensus sollen der Politik dabei helfen, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen vorzubereiten. Hier finden Sie am Beispiel von Bayern weitere Informationen zum Mikrozensus. Dieses Video stellt den Mikrozensus vor.
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Diese wichtigen Neuerungen bringt Windows 11 26H1 – die man auf den ersten Blick nicht sieht
Microsoft testet mit der Insider Preview Build 28000 erstmals Windows 11 Version 26H1. Die Version ist ausschließlich im Canary-Kanal des Windows-Insider-Programms verfügbar. Ab diesem Build zeigt Windows unter “Einstellungen > System > Info” sowie über “winver” erstmals offiziell die Bezeichnung Windows 11, Version 26H1 an.
Microsoft stellt dabei unmissverständlich klar, dass es sich nicht um ein Funktionsupdate für Windows 11 25H2 handelt. Windows 11 26H1 ist eine neue, technische Plattformversion.
Warum Microsoft Windows 11 26H1 entwickelt
Der Zweck von Windows 11 26H1 liegt in der Vorbereitung neuer Hardwareplattformen. Microsoft richtet das Betriebssystem auf kommende Prozessoren aus, zum Beispiel auf Windows-on-ARM-Geräte. Genannt werden unter anderem Qualcomm Snapdragon X2, Snapdragon X2 Elite sowie NVIDIA N1 und N1x.
Diese Prozessoren unterscheiden sich technisch deutlich von klassischen x64-CPUs. Entsprechend nimmt Microsoft Anpassungen in zentralen Systemkomponenten vor. Dazu zählen Energieverwaltung, Prozessplanung, Treiberarchitektur und weitere hardwareabhängige Teile des Betriebssystems. Diese Änderungen sind für Nutzer im Alltag kaum sichtbar, sind aber notwendig, damit neue Geräte später stabil, effizient und mit voller Leistung arbeiten.
Thomas Joos
Für bestehende x64-PCs bringt 26H1 deshalb keine funktionalen Vorteile. Windows 11 25H2 bleibt weiterhin der Hauptzweig für neue Funktionen. Microsoft hält zudem an der bekannten Update-Strategie fest, bei der größere Funktionsupdates einmal pro Jahr in der zweiten Jahreshälfte erscheinen.
Enablement Package: Was das bedeutet
Windows 11 26H1 wird, ähnlich wie zuvor 25H2, als Enablement Package ausgeliefert. Ein Enablement Package ist kein vollständiges Betriebssystem-Upgrade. Stattdessen handelt es sich um ein kleines Aktivierungspaket, das bereits vorhandene, aber bislang deaktivierte Systembestandteile freischaltet.
Microsoft pflegt neue oder angepasste Komponenten im Vorfeld über reguläre kumulative Updates in das System ein. Das Enablement Package aktiviert anschließend lediglich die neue Versionskennung und schaltet bereits vorhandene Funktionen frei. Für Anwender bedeutet das kurze Installationszeiten, geringe Downloadgröße und keine tiefgreifenden Änderungen an Oberfläche oder Bedienung.
Dieses Modell gilt für 26H1, da Microsoft eine technische Basis für zukünftige Geräte schafft.
Thomas Joos
Canary-Kanal und frühe Entwicklung
Der Canary-Kanal dient als früheste Testumgebung im Windows-Insider-Programm. Die dort veröffentlichten Builds sind keiner konkreten Windows-Version zugeordnet und können Funktionen enthalten, die später geändert oder vollständig verworfen werden. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass Inhalte aus Canary-Builds niemals zwingend in eine finale Windows-Version gelangen müssen.
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft den Kanalwechsel. Ein Ausstieg aus dem Canary-Kanal ist nur per Neuinstallation möglich, da ein Wechsel in Kanäle mit niedrigeren Build-Nummern technisch nicht unterstützt wird.
Build 28020.1362: Funktionsangleichung im Canary-Kanal
Mit aktuellen Canary-Builds, zum Beispiel ab Build 28020.1362 (KB5073095), hat Microsoft zahlreiche Funktionen in den Canary-Zweig integriert, die zuvor bereits in Dev-, Beta- oder sogar stabilen Versionen von Windows 11 25H2 vorhanden waren. Microsoft gleicht damit gezielt den Funktionsstand an. Zu den integrierten Neuerungen zählen:
Die Xbox Full Screen Experience steht nun auf mehr Geräten zur Verfügung, einschließlich Desktop-Systemen. Die Oberfläche orientiert sich an einer Konsole, priorisiert Spiele und reduziert Hintergrundprozesse, um Ressourcen freizugeben.
Click to Do wurde auf Copilot+-PCs überarbeitet. Das Kontextmenü erscheint automatisch bei großen Bildern oder Tabellen und bietet direkten Zugriff auf Aktionen wie Kopieren, Speichern, Teilen oder KI-gestützte Verarbeitung.
Der Agent in den Einstellungen erlaubt auf Copilot+-PCs direkte Änderungen aus der Suche heraus. Empfohlene Einstellungen lassen sich per Inline-Aktion anpassen. Falls eine Einstellung nicht weiter verändert werden kann, zeigt Windows eine entsprechende Erklärung an.
Windows Studio Effects unterstützen jetzt auch externe USB-Webcams. Die Aktivierung erfolgt über “Einstellungen > Bluetooth & Geräte > Kameras” oder über die Schnelleinstellungen in der Taskleiste.
Der Drag Tray unterstützt jetzt das gleichzeitige Teilen mehrerer Dateien, zeigt passende Apps automatisch an und erlaubt das direkte Ablegen in Zielordnern. Die Funktion lässt sich über “Einstellungen > System > In der Nähe freigeben” aktivieren oder deaktivieren.
Thomas Joos
Der Datei-Explorer erhält einen durchgängigeren Dark Mode. Kopier-, Verschiebe-, Lösch-, Fortschritts-, Ersetzen- und Fehlerdialoge passen sich nun vollständig dem dunklen Design an. Auch Diagramm- und Fortschrittsansichten wurden angepasst.
Im Explorer-Startbereich erscheinen beim Überfahren von Dateien neue Schnellaktionen wie “Open file location” oder “Ask Copilot”, abhängig von Region und Kontotyp.
In den Einstellungen gibt es eine neue Seite “Mobile Geräte”, über die sich Smartphones verwalten lassen. Windows kann Mobilgeräte als Kamera nutzen oder Dateien direkt im Explorer anzeigen.
Desktop Spotlight erweitert das Desktop-Kontextmenü um Optionen wie “Learn more about this background” und “Next desktop background”.
Thomas Joos
Weitere Einstellungen wurden aus der klassischen Systemsteuerung in die Windows-11-Einstellungen verschoben. Dazu zählen die Zeichenwiederholrate der Tastatur sowie die Cursor-Blinkrate. Auch die Steuerung der Tastatur-Hintergrundbeleuchtung auf unterstützten HID-Tastaturen wurde verbessert.
Für bestimmte Tastaturlayouts wurden AltGr-Erweiterungen ergänzt, unter anderem für arabische Layouts mit zusätzlichen Symbolen wie dem Saudi-Riyal-Zeichen.
Thomas Joos
Stifte mit haptischer Unterstützung liefern nun taktiles Feedback bei bestimmten UI-Interaktionen, etwa beim Verschieben oder Andocken von Fenstern.
Microsoft hat außerdem diverse Fehler behoben, darunter Probleme im Datei-Explorer, im Task-Manager, in den Einstellungen, bei Windows Update, bei Anzeige und Grafik sowie bei der Anmeldung. Ein bekannter Fehler, bei dem der Task-Manager nach dem Schließen als Hintergrundprozess weiterlief, wurde korrigiert.
Bekannte Probleme
Microsoft nennt für frühe 26H1-Builds mehrere bekannte Einschränkungen. Dazu zählen ein unerwartetes Scrollen im neuen Startmenü sowie Probleme mit Ruhezustand und Herunterfahren auf bestimmten Systemen. Solche Fehler sind für frühe Canary-Builds typisch.
Privatanwender können Windows 11 26H1 bereits testen, indem sie sich kostenlos für das Windows-Insider-Programm registrieren und den Canary-Kanal aktivieren. Dadurch lassen sich neue Plattformänderungen frühzeitig ausprobieren.
Thomas Joos
Gleichzeitig gilt: Vorabversionen sind nicht stabil. Abstürze, Leistungsprobleme, fehlerhafte Updates oder Inkompatibilitäten sind möglich. Für produktive Systeme eignet sich der Canary-Kanal daher nur eingeschränkt.
Einordnung für Privatanwender
Windows 11 26H1 bildet eine technische Basis für neue Hardwaregenerationen und bereitet den Weg für Windows 11 26H2, das voraussichtlich im Herbst 2026 die eigentlichen Neuerungen für alle Nutzer liefert.
Für stabile Nutzung bleibt Windows 11 25H2 aktuell die bessere Wahl. Wer sich jedoch für kommende Hardware, insbesondere ARM-basierte Windows-Geräte, interessiert oder frühzeitig technische Entwicklungen nachvollziehen möchte, erhält mit 26H1 einen tiefen Einblick in die Zukunft von Windows.

